Die Abwasserbehandlung in der Verpackungsindustrie umfasst die Abwasserbewirtschaftung von flexografischen- und rotogravür Druck, Wellpappe, flexibler Verpackung (Folie) und PET-Flaschenverpackungsanlagen. Der Sektor produziert Abwasser mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad, das wasserbasierte Tinte, Lösungsmittelrückstände und Kleber enthält.
Der KOİ-Wert in Verpackungsabwässern liegt zwischen 1.000-5.000 mg/L, der BOİ zwischen 300-1.500 mg/L, der Farbumsatz ist hoch (Tinte) und der Gehalt an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) ist auf mittlerem Niveau. Der pH-Wert liegt normalerweise im neutralen Bereich, kann jedoch in alkalischen Reinigungszyklen auf 9-10 ansteigen.
Die Lösungen von Arsistek für die Verpackungsindustrie umfassen Koagulation-Flokulation, DAF oder Lamella, biologische Nachbehandlung und, falls erforderlich, Aktivkohlepolitur. Während die physikalisch-chemische Behandlung für wasserbasierte Tinte ausreichend ist, ist bei der Lösungsmittel-basierten Drucktechnik eine zusätzliche Luftstrippen erforderlich.
Abfallarten in der Verpackungsindustrie
Im Verpackungssektor variiert das Abwasserprofil je nach Produktionslinie:
- Flexografie-Druck: Wasserbasierte Farbreinigungen, Plattenreinigungsabwässer. KOİ 2.000-4.000 mg/L, hohe Farbe.
- Rotogravur-Druck: Lösungsmittelbasierte Systeme. VOC- und aromatische Kohlenwasserstoffrückstände.
- Wellpappe: Waschwasser relativ sauber. Kleber (Stärke) Rückstände biologisch abbaubar.
- Flexible Verpackung (Folienlaminierung): Kleber + Farbmischung. Lösungsmittelstripping ist wichtig.
- PET-Flaschenverpackung: Sterilisations-CIP-Wässer. Chemische Belastung hoch (NaOH, Peressigsäure).
Tintenfarbentfernung
Die Pigmente von wasserbasierten Tinten sind in stabiler Emulsionsform. Kationisches Koagulans (PAC, Alum) destabilisiert, und es wird mit einem Polyelektrolyt geflockt.
Nach der Trennung mit DAF oder Lamella wird die Farbe um über 90 % entfernt. Der Ausgangswert sinkt auf 100-200 Pt-Co.
Kleber (Stärke/PVA) Behandlung
Wellpappe-Kleber (Stärke) und PET-Verpackung (PVA) biologisch abbaubar. Effektive Beseitigung mit anaerobem UASB oder aerobem aktivem Schlamm.
Kleber-Schlamm kann viskos sein – die Löslichkeit wird bei Bedarf durch Vorwärmung erhöht.
Spezielle Herangehensweise für lösemittelbasierte Drucke
In Rotogravur- und einigen Flexodruckanlagen wird lösungsmittelbasierte Tinte verwendet. Die Abwasserbehandlung ist schwieriger:
- Es enthält VOC wie Toluol, Xylol, Ethylacetat
- Das BOİ/KOİ-Verhältnis ist niedrig (0,2-0,3)
- Die Standardbiologische Behandlung ist unzureichend
Lösung: Nach der Entfernung von VOC durch Luftstripping (Säulenanlage, >85% Effizienz) erfolgt die Adsorption mit Aktivkohle und biologische Nachbehandlung. Am Ausgang kann GAC oder Ozonpolitur in Betracht gezogen werden.
Moderne Anlagen wechseln vorzugsweise zu wasserbasierter Tinte – dadurch wird die Abwasserbehandlung erleichtert und die Gesundheit der Mitarbeiter geschützt.
Vorteile der Lösungen für die Verpackungsindustrie
Referenzprojekte der Verpackungsindustrie
8 Bilder werden bald hinzugefügt – bleiben Sie dran für unsere Referenzprojekte und Anlagenfotos.
Häufig gestellte Fragen
Wasserbasierte Tinte ist umweltfreundlich, Abwasser kann leicht behandelt werden (physikalisch-chemisch ausreichend). Lösemittelbasierte Tinte bietet hohe Qualität und Geschwindigkeit, enthält jedoch VOC und die Abwasserbehandlung wird schwieriger. Der moderne Trend ist der Übergang zu wasserbasierten Lösungen.
Stärke wird biologisch zu über 95 % abgebaut. Es verursacht keine Probleme und unterstützt sogar die Nitrifikation-Denitrifikation als Kohlenstoffquelle. Das Schlammvolumen nimmt leicht zu.
CIP-Abwässer haben einen hohen pH-Wert (NaOH) und einen niedrigen organischen Gehalt. Neutralisation (Säuredosierung) + biologische Nachbehandlung sind ausreichend. Peressigsäure (PAA) Rückstände werden biologisch abgebaut.
Wasserbasierte Tintenabfälle sind in der Regel ungefährlich (Abfallcode 12 01). Tinten mit Schwermetallpigmenten (insbesondere alte Formulierungen) können gefährlich sein. Eine Abfallcharakterisierung sollte durchgeführt werden.
Nein. Bei der Zusammenarbeit mit der zentralen Kläranlage des OSB ist die Vorbehandlung ausreichend: Koagulation-Flokulation + DAF + Neutralisation. Die vollständige biologische OSB-Anlage wird durchgeführt.
In einigen Fällen ja. Das Abwasser der Waschstraßen der Produktionslinie kann gesammelt und mit einem Dekanter konzentrierten Farbstoff zurückgewonnen werden. Diese spezielle Anwendung ist in großen Druckbetrieben sinnvoll.