Milchverarbeitung Abwasserbehandlungssysteme
Milchverarbeitungsanlagen für die Abwasserbehandlung sind spezielle Lösungen, die entwickelt wurden, um die Abwässer von Milch- und Milchproduktionsanlagen gemäß den Umweltstandards zu behandeln. Da Molkereiabwässer hohe Mengen an Laktose, Proteinen, Fetten und organischen Stoffen enthalten, erfordern sie vor der biologischen Behandlung eine spezielle Vorbehandlung.
Der BSB-Wert der Abwässer von Milchverarbeitungsanlagen liegt zwischen 1.000-4.000 mg/L, der COD-Wert zwischen 2.500-7.000 mg/L. Darüber hinaus liegt der Fettgehalt bei 50-500 mg/L und der TSS bei 500-2.500 mg/L. Die Abwasserbehandlungssysteme für Milchfabriken bieten Lösungen durch ein Prozessdesign, das auf diese hohen Schadstoffkonzentrationen abgestimmt ist.
Infolgedessen umfassen unsere Abwasserbehandlungsanlagen für Milchprodukte pH-Regulierung, DAF (Fettabscheider), MBBR oder aktive Schlammbehandlung, Nachklärung und optional UV-Desinfektion. Darüber hinaus ist die Erzeugung von Biogas aus organischen Abfällen mit einem anaeroben Schredderreaktor möglich. Die Abwasserbehandlungssysteme für Molkereien bieten eine Reinigungsleistung von über 95 % und bieten vollständigen Schutz vor Umweltstrafen.
In den Abwässern von Milchverarbeitungsanlagen treten insbesondere aufgrund von CIP (Clean-in-Place) Reinigungsabfällen pH-Änderungen auf. Daher ist die pH-Regulierung von entscheidender Bedeutung. Die Abwassersysteme von Milchfabriken bewältigen diese Herausforderungen durch eine mehrstufige Behandlung.

Abwassercharakteristik und Behandlungsprozess
- BOI-Belastung: 1.000-4.000 mg/L organische Verschmutzung
- COD-Belastung: 2.500-7.000 mg/L chemischer Sauerstoffbedarf
- Laktose: Hoher Kohlenhydratgehalt
- Fett-Öl: 50-500 mg/L Milchfett
- pH-Schwankungen: Variabel mit CIP-Chemikalien
- Temperatur: 30-50°C durch Pasteurisierung
- Leitfähigkeit: Hoher Salzgehalt
- SS: 500-2.500 mg/L suspendierte Feststoffe
Ausgangsstandards und Anwendungsdetails
- Käsefabriken: Molke mit hohem BOI
- Joghurtherstellung: Saure Abwässer
- Milchpulveranlagen: Sprühtrockner- und Verdampferwässer
- Butterherstellung: Hoher Fettgehalt
- Eisfabriken: Zuckergehaltige konzentrierte Abwässer
- UHT-Milch: Kühl- und Waschwässer
- Austritts-BOI: <50 mg/L Entladekonformität
- Biogas: Möglichkeit der anaeroben Rückgewinnung
Wie wird das Abwasser einer Molkerei behandelt?
Der Abwasserbehandlungsprozess in der Molkerei beginnt mit der Entfernung fester Stoffe durch Rechen und Siebe. Darüber hinaus wird Molke, falls vorhanden, separat gelagert und auf eine andere Linie geleitet. Diese Vortrennung ist in den Abwasserbehandlungssystemen der Milchfabrik entscheidend.
Im zweiten Schritt nimmt die DAF-Einheit Fette und feste Milchbestandteile durch Aufschwimmen auf. Anschließend werden Durchfluss und pH-Wert im Ausgleichsbecken stabilisiert. Zudem wird die Temperatur durch Kühlung auf ein geeignetes Niveau für den biologischen Prozess gesenkt. Danach gelangt das Molkereiabwasser in einen MBR oder ein aktives Schlamm-System.
In der biologischen Behandlung werden Lactose und Proteine durch Mikroorganismen abgebaut. Im letzten Nachklärbecken wird der Schlamm getrennt und sauberes Wasser gewonnen. Auf Wunsch wird durch UV-Desinfektion mikrobielle Sicherheit gewährleistet. Mit den Abwasserbehandlungssystemen für Milchprodukte wird der Ausgangs-BOİ stabil unter 50 mg/L gehalten und die vollständige Einhaltung der Umweltvorschriften sichergestellt.

Vorteile unserer Lösung
Projektgalerie
8 Bilder werden bald hinzugefügt – bleiben Sie dran für unsere Referenzprojekte und Anlagenfotos.
Häufig gestellte Fragen
Molke (Whey) sollte aufgrund des sehr hohen BSB-Gehalt separat gesammelt werden. Sie kann durch anaerobe Behandlung in Biogas umgewandelt oder durch Konzentrationsprozesse als Produkt genutzt werden. Eine direkte Einspeisung in das allgemeine Molkereiwasserbehandlungssystem wird nicht empfohlen.
CIP (Clean-in-Place) Abfälle enthalten saure und alkalische Chemikalien. Sie werden im pH-Ausgleichsbecken neutralisiert. In den Abwasserbehandlungssystemen von Molkereien wird der pH-Wert mit automatischen Dosierpumpen zwischen 6 und 9 gehalten. Danach erfolgt die biologische Behandlung.
Ja, Milchfette können beim Abkühlen fest werden und zu Verstopfungen in Rohrleitungen und Pumpen führen. Daher ist die Speicherung von warmem Wasser und regelmäßige Ölentfernungsoperationen vor der DAF-Einheit von entscheidender Bedeutung.
Unsere Abwasserbehandlungssysteme für Molkereien, Käsefabriken, Joghurtanlagen, Eiscremeproduktion, Milchpulverfabriken, Butteranlagen, UHT-Milchfabriken und Produktionsanlagen für milchbasierte Süßigkeiten sind geeignet.
Es ist nicht zwingend erforderlich, bietet jedoch wirtschaftliche Vorteile für Anlagen mit hohem BSB. Durch anaerobe Vorbehandlung wird Biogas produziert, danach wird die Ausgabewasserqualität durch aerobe biologische Behandlung erhöht. Für kleine Anlagen kann eine rein aerobe Behandlung ausreichend sein.