Fruchtsaftanlage Abwasserbehandlung
Saftabwasserbehandlungssysteme für Fruchtsäfte sind darauf ausgelegt, die hochorganisch belasteten Abwässer von Obstverarbeitungs- und Getränkeproduktionsanlagen effizient zu behandeln. Fruchtsaftabwässer enthalten hohe Mengen an Zucker, organischen Säuren, Pektin, Fruchtfleisch und Farbstoffen. Daher erfordern Abwasserbehandlungssysteme in Getränkeproduktionsanlagen eine branchenspezifische Prozessgestaltung.
Der BOI-Wert in Obstverarbeitungsabwässern erreicht extrem hohe Werte von 2.000-8.000 mg/L, der KOI-Wert liegt zwischen 4.000-15.000 mg/L. Darüber hinaus ist der pH-Wert in der Regel sauer (zwischen 3-5). Der AKM-Gehalt variiert zwischen 500-3.000 mg/L. Abwasserbehandlungssysteme für Fruchtsaftanlagen erfordern spezielle Optimierungen für diese herausfordernde Beschaffenheit.
Infolgedessen umfassen unsere Fruchtsaft-Abwasserbehandlungsanlagen pH-Ausgleich, Pufferbecken, anaerobe UASB- oder EGSB-Reaktoren, aerobe biologische Behandlung und abschließende Absetzphasen. Darüber hinaus kann die MBBR-Technologie sich an saisonale Laständerungen anpassen. Für Konservenfabrik-Abwassersysteme wird zusätzlich Lamellenabscheidung angewendet.
Ein wichtiges Merkmal der Abwässer von Fruchtsaftfabriken ist die saisonale Variabilität. Während der Erntezeit steigen Durchfluss und organische Last erheblich, während sie in den Wintermonaten auf ein Minimum sinken. Daher werden Abwasserbehandlungssysteme für Fruchtsäfte in flexibler modularer Bauweise entworfen. Darüber hinaus wird durch die Option der Biogasproduktion eine Energierückgewinnung aus der organischen Last ermöglicht.

Abwassercharakteristik und Behandlungsprozess
- BOI-Belastung: 2.000-8.000 mg/L organische Verschmutzung
- KOI-Belastung: 4.000-15.000 mg/L chemische Dichte
- Zuckerinhalt: Hoher Gehalt an Glukose und Fruktose
- Organische Säuren: Zitronensäure, Apfelsäure, Ascorbinsäure
- pH: 3-5 Säurebereich
- Pektin: Viskose organische Substanz
- Saisonale Belastung: 5-10-fache Erhöhung während der Erntezeit
- Farbstoffe: Tannin und Anthocyanin
Austrittsstandards und Anwendungsdetails
- Saftfabriken: Orange, Apfel, Traube, Sauerkirsche
- Konzentratherstellung: Verdampferabwässer
- Saftanlagen: Traubenverarbeitung mit hohem BOİ
- Konservenfabriken: Tomate, Paprika, Tomatenmark
- Marmelade und Konfitüre: Zuckerrückstände
- Ausgangs-BOİ: <50 mg/L Entlade-Standard
- Aerobe Biogas: Hohe Methanproduktion
- Saisonale Flexibilität: Modulare Kapazitätserhöhung
Wie wird Abwasser aus Fruchtsaft behandelt?
Der Prozess der Abwasserbehandlung von Fruchtsäften beginnt mit der Entfernung von Fruchtfleisch durch ein Vorfilter. Darüber hinaus werden Schalen, Kerne und große Partikel getrennt. Anschließend wird die Säure im pH-Pufferbecken neutralisiert.
In der zweiten Phase werden die Lastschwankungen während der Erntezeit im Pufferbecken stabilisiert. Zudem wird die Temperatur durch Kühlung geregelt. Danach wird es in einen anaeroben UASB- oder EGSB-Reaktor geleitet. Hier werden organische Stoffe in einer sauerstofffreien Umgebung in Methan und Kohlendioxid umgewandelt.
Das anaerobe Filtrat wird schließlich der aeroben biologischen Behandlung zugeführt. Die aerobe Behandlung zersetzt die verbleibenden organischen Stoffe vollständig. Durch abschließende Sedimentation oder Membranfiltration wird sauberes Wasser gewonnen. In Abwasserbehandlungssystemen von Getränkefabriken sorgt diese mehrstufige Behandlung für hohe Effizienz und niedrige Betriebskosten. Das produzierte Biogas kann einen erheblichen Teil des Dampf- und Wärmebedarfs der Anlage decken.

Vorteile unserer Lösung
Projektgalerie
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Häufig gestellte Fragen
Saftfabriken arbeiten während der Erntezeit mit maximaler Kapazität und sinken dann auf ein Minimum. Daher wird das Pufferbecken groß dimensioniert und das biologische System wird mit einem flexiblen Prozess wie der MBBR-Technologie realisiert. In der Nebensaison wird eine Strategie zur Erhaltung von Mikroorganismen angewendet.
Ja, Pektin kann aufgrund seiner viskosen Struktur in Membransystemen und Pumpen zu Verstopfungen führen. Aus diesem Grund wird in Fruchtsaft-Abwasserbehandlungssystemen eine enzymatische Zugabe oder eine Hydrolyse-Vorstufe vor der anaeroben Behandlung angewendet. Pektine werden zersetzt und auf die nachfolgende Behandlung vorbereitet.
Fruchtsaftabwässer sind aufgrund ihres hohen Kohlenhydratgehalts ein hervorragendes Substrat für Biogas. Pro KOI-Abbau können 0,30-0,40 m³ Methan produziert werden. Mit diesem erzeugten Biogas kann der Energiebedarf der Anlage zu 50 % gedeckt werden. Anaerobe biologische Behandlung arbeitet integriert.
Natürliche Farbstoffe wie Tannine und Anthocyane werden durch Aktivkohleadsorption, Koagulation-Flokulation oder Ozonierung entfernt. Darüber hinaus löst die Anwendung von Aktivkohlefilter Farb- und Geruchsprobleme.
Die Abwässer von Konservenfabriken ähneln den Abwässern von Fruchtsäften, können jedoch einen höheren Natriumgehalt (Konservierungssalz) und Fett enthalten. Bei der Herstellung von Tomatenmark ist die Temperatur höher. Daher erfordern die Abwasserbehandlungssysteme für Fruchtsäfte eine Anpassung an die Konservierungsanwendungen.
Unsere Abwasserbehandlungsanlagen für Fruchtsaft werden mit Kapazitäten von 50 m³/Tag bis 10.000 m³/Tag projektiert. Für kleine lokale Fruchtsaftproduzenten werden kompakte Lösungen angeboten, während für große integrierte Anlagen modulare fortschrittliche Behandlungssysteme zur Verfügung stehen.