Die Abwasserbehandlung von Geflügelschlachthöfen umfasst das Abwassermanagement von Broiler- und Putenverarbeitungsanlagen. Die Türkei gehört zu den führenden Ländern in der weltweiten Hühnerfleischproduktion — jährlich werden Milliarden von Hühnern in der Branche verarbeitet. In diesem Zusammenhang ist die Abwasserbehandlung in der Geflügelverarbeitung ein großes Ingenieurbereich.
Die BOİ-Werte der Abwässer aus Hühnerschlachthöfen liegen zwischen 1.000-3.000 mg/L, KOİ zwischen 2.000-7.000 mg/L, Fett-Öl zwischen 200-800 mg/L, der Gesamtstickstoff zwischen 200-600 mg/L (hoch!), und der Gesamtphosphor zwischen 30-80 mg/L. Feder- und Organpartikel erfordern ein grobes Sieb. Der Wasserverbrauch liegt bei etwa 25-50 Litern pro Huhn.
Die Lösungen von Arsistek für Hühnerschlachthöfe umfassen grobes Sieb, statisches Sieb, DAF, anaerobes UASB, Nitrifikation-Denitrifikation (MBR empfohlen) und UV-Desinfektion. Aufgrund der hohen Stickstoffbelastung ist ein spezifisches biologisches Design erforderlich.
Die Struktur des Abwassers aus der Geflügelschlachtstätte
In der Geflügelverarbeitung gibt es 5 Hauptquellen für Abwasser: Blutentnahme (bleeding), Abkochen-Federentfernung, Innereienentfernung (evisceration), Zerteilung-Schlachten und allgemeine Reinigung (CIP).
Die Blutentnahme ist von großer Bedeutung. Aus jedem Huhn werden 30-50 ml Blut entnommen. Der KOI des Blutes beträgt 400.000 mg/L (!). Daher wird das Blut separat gesammelt, gerinnt und in der Herstellung von Tierfutter (Blutmehl) verwendet. Nur 5 % dürfen in das Abwasser gelangen.
Die Federentfernung erfolgt mit heißem Wasser (60°C). Das entstehende Abwasser ist heiß und enthält organische Stoffe sowie tierische Fette. Am Federentfernungspunkt ist ein grobes Sieb (5-10 mm) erforderlich – Federn verstopfen das biologische System.
Nitrifikation-Denitrifikation
Aufgrund der hohen Stickstoffbelastung (bis zu 600 mg/L) ist ein NDN-Design erforderlich. Zuerst wird der anoxische Tank (Denitrifikation) und dann der oxische Tank (Nitrifikation) angeschlossen.
Der Rücklauf erfolgt vom oxischen zum anoxischen Tank. Rohabwasser wird als Kohlenstoffquelle (Zufuhr zum anoxischen Tank) verwendet. Der Ausgangsgehalt an Gesamtstickstoff wird auf <15 mg/L sichergestellt.
Vorteile von MBR
Für Geflügelschlachthöfe wird MBR (Membrane Bioreaktor) empfohlen. Im Vergleich zum konventionellen System:
- 50% weniger Fläche
- Hohe MLSS mit hoher SRT (15-25 Tage)
- Ausstoss BOI <5, AKM <1 mg/L
- Pathogenrückhalt — UV-Anforderungen reduzieren sich
Vergleich zwischen Schlachthof und Geflügelschlachtanlage
Schlachthof (Rinder) und Hühnerschlachthaus Abwässer sehen ähnlich aus, haben jedoch wichtige Unterschiede:
- Fettgehalt: Schlachthof > Huhn (Rinder sind fettreicher)
- Stickstoffgehalt: Huhn > Schlachthof (Gefieder hat hohen N-Protein)
- Gefieder/Haarbelastung: Speziell für Huhn — grobes Sieb erforderlich
- Wasserverbrauch: Huhn: 50 L/Einheit, Schlachthof: 800-1500 L/Einheit
- Pathogenrisiko: Bei Huhn ist Salmonellengefahr hoch
Diese Unterschiede beeinflussen das Design: hohe Stickstoffbiologie + Gefiedersieb sind für Huhn prioritär; für Schlachthof sind DAF + Fetttrennung kritisch.
Vorteile der Lösungen für Geflügelschlachthöfe
Hühner Schlachthaus Referenzen
8 Bilder werden bald hinzugefügt – bleiben Sie dran für unsere Referenzprojekte und Anlagenfotos.
Häufig gestellte Fragen
1 Tonne Hühnerblut-KOI beträgt ~400.000 mg/L. Wenn es in das Abwasser gelangt, erhöht es die Behandlungsbelastung um das 10-fache. Separat gesammeltes Blut wird geronnen und als Blutmehl (Tierfutter) für 200-400 USD pro Tonne verkauft.
Das aus der Federentfernungstation austretende Abwasser durchläuft zunächst ein 5-10 mm dickes Gitter und anschließend ein 0,5-1 mm statisches Sieb. Die aufgefangenen Federn werden entsorgt oder an Rendering-Anlagen (Federmehl) geschickt.
SKKY Tabelle 5.3 (Schlachthof): TN-Grenzwert 60 mg/L. Hühnerabwasser hat einen Roh-TN-Wert von bis zu 600 — das bedeutet, dass eine Stickstoffelimination von über 90 % erforderlich ist. Dies ist nur durch Nitrifikation-Denitrifikation (NDN) möglich.
MBR bietet eine hohe MLSS (10.000-12.000 mg/L) mit einer hohen SRT (20+ Tage). Eine hohe SRT ermöglicht das ungehinderte Wachstum von Nitrifikationsbakterien. Da der Membranabgang außerdem patogenfrei ist, verringert sich der Bedarf an UV.
Ja. Geflügelabwässer können diese Pathogene transportieren. Im Abwasser wird eine 4-log Inaktivierung mit UV (40 mJ/cm²) oder Chlor (1-3 mg/L Rückstand) erreicht. Die MBR-Membran hält bereits Bakterien zurück.
Ja. Mit UF+RO aufbereitetes Wasser wird für Außenreinigung, Kühlkühltspeisung und Hilfsprozesse wiederverwendet. Es kann nicht an die Lebensmittelproduktion zurückgegeben werden (Hygieneverordnung). Eine Wasserersparnis von 30-50 % ist möglich.